CAPS ME stützt sich auf das Know-how von KIMYA, um seine ersten Aufträge termingerecht liefern zu können

DIE CHALLENGE VON CAPS ME

Jean de Boisredon und Thibaut Louvet nutzten den Lockdown 2020 für die Entwicklung eines Systems, um wiederverwendbare Kaffeekapseln leicht wieder befüllen zu können. Binnen mehrerer Monate haben die beiden Studenten mit ihren persönlichen 3D-Druckern in einer improvisierten Werkstatt einen funktionierenden Prototyp entwickelt.

 

„Unser Ziel war es, ein wirklich einfaches System zu kreieren und genau darin lag die Schwierigkeit“, so Thibaut Louvet, Mitgründer von CAPS ME.

Nachdem sie im November 2020 eine Testkampagne für ihre Produkte gestartet hatten, um erstens einen Proof of Concept zu erhalten und zweitens das Produkt von einem breiten Benutzerkreis validieren zu lassen, gingen bei den beiden Gründern 1.900 Bestellungen ein, von denen noch 400 vor Weihnachten geliefert werden sollten. Eine enorm große Herausforderung!

Kapsel Nachfüllpackung

Die Entwicklungsphasen des CAPS ME Befüllers

Nach der Fertigstellung des ersten Prototyps haben sich die beiden Freunde an verschiedene potentielle Partner gewendet, um den Mechanismus im Innern des Befüllers per 3D-Verfahren drucken zu lassen. Schnell hat sich herausgestellt, dass Kimya in puncto Kosten die interessanteste Lösung anbieten konnte. Die Teams von KIMYA Factory haben die beiden Gründer von CAPS ME sowohl bei der Parametrierung der 3D-Drucker als auch bei der Erstellung der Dateien unterstützt. Einen ganzen Tag lang haben sie gemeinsam mit den beiden Studenten die notwendigen Tests durchgeführt, damit die Produktion gestartet werden kann. KIMYA Factory konnte den Bedürfnissen und Erwartungen der beiden Partner vollkommen gerecht werden. Zu den Stärken der Kimya Experten zählen das Einhalten der exakten Maße sowie die Qualitätskontrolle. Mithilfe der ausgesprochen engagierten Mitarbeiter von Kimya konnten die 400 Teile trotz der kurzen Lieferfristen, wie geplant, innerhalb von zwei Wochen geliefert werden. Mit dieser ersten Lieferung konnten die beiden Gründer von CAPS ME die Nützlichkeit ihrer Erfindung sowie ihr Marktpotenzial unter Beweis stellen. Nach einigen kleinen Abänderungen infolge der Rückmeldungen der ersten Tester verlässt sich CAPS ME weiterhin auf seinen Partner KIMYA, um den Mechanismus im Innern des Befüllers zu drucken. Insgesamt wurden innerhalb von wenigen Monaten bereits 3.000 Teile gedruckt.

 

„Der wirkliche Vorteil der Kimya Filamente und des 3D-Drucks besteht darin, dass Teile mit hohem Mehrwert sehr schnell gefertigt werden können. In unserem Fall waren die Produktionskapazität von KIMYA sowie das Engagement der Mitarbeiter, deren Einsatz wirklich entscheidend war, um in Rekordzeit unsere Herausforderungen zu meistern und schnell die ersten interessanten Rückmeldungen erhalten zu können, die für die Markteinführung notwendig waren“, erzählt Thibaut Louvet, Mitgründer von CAPS ME.

3D-System zum Nachfüllen von Kapseln

DIE VORTEILE DER FILAMENTE VON KIMYA

„Der 3D-Druck war angesichts des geplanten Produktionsvolumens und der Anzahl der Wiederholungen das am besten geeignete Fertigungsverfahren für dieses Projekt. Die Wahl fiel auf das 3D Filament PETG schwarz, weil es lebensmittelecht ist. Nach Analysen und Entwicklungsarbeiten waren mehrere Versuchsreihen mit der CAD-Software notwendig, um die endgültige Datei zu entwickeln. Ebenso waren Drucktests erforderlich, um die richtige Kombination für die Montage der Teile zu bestimmen. Insgesamt ergaben sich im Laufe des Druckprozesses 7 verschiedene Versionen für das Design der Teile.

 

„Die Vorteile der additiven Fertigung bestehen darin, dass sie den Entwicklern sowohl großes Reaktionsvermögen als auch Flexibilität bieten. Sie können zum Beispiel iterativ weiterarbeiten, sogar während des Druckprozesses der Teile“, erklärt Lucas Bellec, Key Account Manager, KIMYA Factory & Lab

schwarzes PETG 3D-Filament

Um die Lieferfristen einhalten zu können, haben die Mitarbeiter von KIMYA Factory den Großteil ihrer Druckerflotte zur Verfügung gestellt, damit die automatische Produktion an 50 Druckern gleichzeitig erfolgen konnte. Insgesamt wurden während des ersten Halbjahrs 2021 6.600 Kits (d. h. 26.400 Teile) gedruckt.