Ein verbesserter Industrieprozess dank additiver Fertigung

Der Geschäftsbereich „Thermotransfer“ der ARMOR GROUP, der nach der Übernahme seines amerikanischen Konkurrenten im Oktober 2021 in ARMOR-IIMAK umbenannt wurde, ist aufgrund seiner nunmehr weltweiten industriellen Präsenz unbestritten der Marktführer auf diesem Gebiet.
Die Synergien zwischen den beiden sich gegenseitig bereichernden Unternehmen sind seit dem Herbst zunehmend sichtbar. Das Angebot an Thermotransferbändern der ARMOR GROUP wurde insbesondere durch neue Produkte von IIMAK erweitert.
Das Problem: Diese Bänder sind 20 Millimeter länger als die der ARMOR GROUP und passen nicht in die Metallführungen der Beschichtungsmaschinen in den Produktionsstätten des Unternehmens. Es stellt sich also die entscheidende Frage, wie die Beschichtungsanlagen von ARMOR-IIMAK schnell und in weltweitem Umfang umgerüstet werden können, um diese neuen Produkte zu integrieren?

Die Herstellung eines maßgeschneiderten 3D gedruckten Separators

ARMOR-IIMAK nutzt indessen das Know-how von KIMYA, einem Unternehmen der ARMOR GROUP, welches die Aufgabe hat, das Unternehmen bei der Herstellung eines maßgeschneiderten Teils zu unterstützen, mit dem die Metallführungen der Beschichtungsanlagen erweitert werden und die Bandrollen während des gesamten Prozesses getrennt werden können.
Nach der Anfertigung von zwei Prototypen aus PETG-S bietet KIMYA nun einen Separator aus PETG mit Kohlefaser an : Kimya PETG Carbon. PETG ist ein thermoplastischer Kunststoff, der für seine Widerstandsfähigkeit in industriellen Umgebungen, in denen hohe Temperaturen und Feuchtigkeit herrschen, bekannt ist. Durch die Anreicherung mit Kohlefaser weist das Material hohe mechanische Eigenschaften und eine erhöhte Festigkeit auf.

Die Flexibilität des 3D-Drucks im Dienst der industriellen Leistung

ARMOR-IIMAK hat KIMYA eine Frist von einem Monat gesetzt, um seine Beschichtungsanlagen weltweit umzurüsten und zu vereinheitlichen. Der Experte für additive Fertigung entwickelt daraufhin einen Separator, der für drei Modelle erhältlich ist, um den Besonderheiten der verschiedenen Beschichtungsmaschinen von ARMOR-IIMAK gerecht zu werden.
Der Separator wurde zunächst in den USA als Prototyp gefertigt und getestet und anschließend in Mexiko installiert, um die Anwendung unter realen Produktionsbedingungen zu prüfen. Nach erfolgreichem Abschluss dieser zweiten Etappe wird das Teil derzeit im gesamten Industriepark von ARMOR-IIMAK eingesetzt. Bisher wurden 20 Teile produziert.

Eine langfristige Zusammenarbeit

ARMOR-IIMAK ist sich bewusst, dass die additive Fertigung ein echter Impulsgeber für die Industrie 4.0 ist, und integriert den 3D-Druck vollständig in seinen industriellen Prozess.
Daher unterstützt KIMYA ARMOR-IIMAK bei zahlreichen Projekten im Bereich der additiven Fertigung: Herstellung von Tablet-Haltern für Gabelstapler, Fertigung von Zahnrädern für Schneidemaschinen, Entwicklung von Klingenhaltern etc.

Unsere Kunden können dies am besten beurteilen…

Michael Garnett, Leiter Prozessverbesserung bei ARMOR-IIMAK:
„Die Zusammenlegung von der ARMOR GROUP und IIMAK hat die Teams dazu veranlasst, den industriellen Prozess neu zu überdenken, unter der Voraussetzung, das Tempo und die Qualität der Produktion zu erhalten. Aufgrund des Größenunterschieds zwischen den Bandrollen mussten wir unsere Arbeitsweise hinterfragen. Die Idee, einen 3D gedruckten Separator herzustellen, drängte sich angesichts der relativ hohen Kosten für den Kunststoffspritzguss schnell auf. Durch die Flexibilität und Anpassungsfähigkeit der additiven Fertigung konnten wir schnell eine maßgeschneiderte und nachhaltige Lösung entwickeln, die wir für unseren gesamten Maschinenpark nutzen können.“