ARMOR 3D team: Stéphane Cauliez

stephane cauliez

Nachdem Kimya mit seinen Industriematerialien den französischen Markt erobert hat, fasst das Unternehmen nun den osteuropäischen Markt ins Auge und hat daher vor einigen Monaten mit Stéphane Cauliez einen Business Developer für diese geografische Region ernannt. Und da wir gerne die Talente in den Vordergrund stellen, die sich hinter unseren Lösungen verbergen, haben wir ihm einige Fragen gestellt, um mehr über seine Aufgabe im Unternehmen und seine Markteinschätzung zu erfahren.

Könntest du dich kurz vorstellen und etwas zu deinem beruflichen Werdegang sagen?

Hallo, mein Name ist Stéphane Cauliez und ich bin ausgebildeter Ingenieur. Ich stamme aus der Pariser Region, habe in Frankreich an der ENSAM studiert und mich dann sofort zu einer beruflichen Tätigkeit hin orientiert, die in einer Exportfunktion technische und geschäftliche Aspekte verbindet. Vom Beginn meiner beruflichen Tätigkeit an habe ich mich mit Deutschland und den osteuropäischen Ländern beschäftigt. Ich lebe übrigens seit 9 Jahren in Deutschland. Ich liebe sehr den technischen Aspekt meines Berufs, da ich bei den Kunden eigene Vorschläge einbringen kann, während die geschäftliche Seite es mir ermöglicht, weiter zu blicken und für das Unternehmen Türen und Perspektiven zu öffnen.

Ansonsten bin ich verheiratet und habe zwei Kinder. Ich begeistere mich seit jeher für Musik und insbesondere für die klassische Gitarre. Ich bin ein sehr neugieriger Mensch, der gerne neue Kulturen und Sprachen für sich entdeckt.

Wie bist du auf die additive Herstellung gestoßen?

Per Zufall, und man kann sagen, dass der Zufall seine Sache oft gut macht! Ich war seit 7 Jahren auf der gleichen Arbeitsstelle, und da ich Lust hatte, mich beruflich zu verändern, hörte ich mich ein bisschen am Markt um. Unter den Angeboten sah ich eins im Bereich additive Herstellung, das sofort mein Interesse geweckt hat. Zu Beginn habe ich mir viele Fragen gestellt zur Robustheit und Stabilität des 3D-Sektors. Ich vertiefte mich etwas mehr in das Thema und stellte dann fest, dass dieser Sektor dabei ist, eine wichtige Hürde zu nehmen und industrielles Niveau zu erreichen. Zu der Zeit arbeitete ich für eine Firma, die Teile aus Polyurethan und Polyamid herstellte, letztlich nach einem sehr traditionellen Schema. Und als ich die additive Herstellung entdeckte, dachte ich mir, dass sie durchaus in dieses Schema integriert werden könnte. Ich habe also den Sprung gewagt und es nie bereut.

Was ist deine Rolle bei Armor 3D ?

Ich bin für die Geschäftsentwicklung in den Regionen Deutschland, Mitteleuropa und Nordeuropa zuständig. Alle Türen stehen offen und der Markt wächst. In dieser dynamischen Entwicklung gibt es wirklich viele Chancen für Armor. Wir werden also Partner in diesen Regionen suchen: dies sind Maschinenhersteller, Vertriebe und Industrieunternehmen, die bestimmte Teile benötigen und für die additive Herstellung eine gute Lösung sein kann.

Dies ist eine spannende Aufgabe, da wir dabei sind, uns als Unternehmen in Mitteleuropa einen Namen zu machen und dabei von Null anfangen. Es liegt also an uns, gute Partner zu finden und mit ihnen zusammen zu wachsen.

Was gefällt dir an dieser Technologie am meisten?

Es ist eine Technologie, die sich gerade erst richtig entwickelt. Wenn man sich die traditionelle industrielle Produktion anschaut, so ist dies ein Markt, der einen hohen Reifegrad erreicht hat, man wird in diesem Bereich keine großen Entwicklungen mehr erwarten können. Aber bei 3D sieht das ganz anders aus. Wir sind letzten Endes nicht nur Materialanbieter auf diesem Markt, sondern selbst Technologieakteure.

Wie siehst du die Zukunft des 3D-Drucks?

Das ist eine sehr schwierige Frage, denn wenn man es sich genau überlegt, können da noch so viele Dinge passieren! Ich denke, wir werden alle noch sehr staunen. Ich gehe davon aus, dass wir immer leistungsfähigere Materialien und schnellere Maschinen haben werden und dass die 3D-Technologie ihren Platz in der traditionellen Industrie einnehmen wird. Sie wird zu etwas Alltäglichem werden, zu einem Standard. Man braucht sich nur die Initiativen zur Integration von 3D-Druck in den Schulen und Lehranstalten anzusehen, für alle diese jungen Leute, die später in die Industrie kommen, ist die additive Herstellung bereits etwas ganz natürliches. Sie wird ein Standard-Produktionswerkzeug sein, wie es heute etwa eine herkömmliche Fräsmaschine ist.