Armor 3D Team: Misha Nesaratnam

photo Misha
Zur Herstellung unserer Kimya Filamente nutzen wir hochqualifiziertes Know-how, das heute von einem kompetenten Team an Mitarbeitern mit unterschiedlichen Profilen sichergestellt wird. Unser Team wird immer wieder vergrößert, um weltweit den Bedürfnissen der Industrie gerecht zu werden!  Heute begrüßen wir Misha Nesaratnam, unsere neue Produktmanagerin. Als Bindeglied zwischen Forschung & Entwicklung und Vertrieb ist sie für die Entwicklung einer kohärenten, den Marktanforderungen entsprechenden Produktstrategie zuständig. Wie üblich haben wir ihr einige Fragen gestellt, um mehr über ihren beruflichen Werdegang, ihre Aufgaben sowie ihre Marktvision zu erfahren.

Kannst Du Dich bitte kurz vorstellen und uns etwas über Deinen beruflichen Werdegang erzählen?

Guten Tag, mein Name ist Misha und ich bin Ingenieurin in Mikroelektronik. Nach dem Abitur bin ich aus Malaysia nach Frankreich gekommen, um hier Ingenieurwesen zu studieren. Die ersten 6 Jahre nach meinem Studium habe ich im technischen Bereich und der Forschung & Entwicklung gearbeitet, danach im Marketing und Business. Ich war hauptsächlich in Unternehmen der Unterhaltungselektronik tätig, unter anderem in einem Pariser Unternehmen, das vernetzte Gegenstände und Drohnen entwickelt. Zuletzt war ich in einem Start-up in Nantes, das von einem Spezialisten für Duftstoffe im Wellnessbereich (Maison Berger) aufgekauft wurde.

Wie bist Du zum 3D Druck gekommen?

Die 3D Technologie habe ich in diesem Start-up kennengelernt. Wir haben dort die Prototypen unserer Produkte 3D gedruckt. Ich habe keine Ausbildung im mechanischen Bereich, aber ich habe im Job gelernt, damit umzugehen, und zwar mit der Hilfe von Praktikanten, die ich betreut habe. Der 3D Drucker war ein wichtiges Tool, um unsere Entwicklungen zügig und mit wenig Mitteln zu optimieren.

Welche Aufgaben hast Du bei Armor 3D?

Als Produktmanagerin ist es meine Hauptaufgabe, Produkte und Serviceleistungen auf den Markt zu bringen, die den Anforderungen unserer Industriekunden und Partner, z. B. den Herstellern von 3D Druckern, gerecht werden. In diesem Zusammenhang betreue ich mehrere Aufgabengebiete: Ich wirke an der Strategie von ARMOR 3D mit, in Absprache mit der Geschäftsführung definiere ich die Produktstrategie. Hierzu stütze ich mich auf die Analyse unserer Vertriebsergebnisse, die nach Produktreihe, Land, oder Kunde aufgeschlüsselt werden. Ich bin auch für Marktstudien zu unseren Produkten und Konkurrenzanalysen zuständig. Weiterhin kann ich neue Produkte und Leistungen vorschlagen, die den Bedürfnissen unserer Kunden gerecht werden. Mit den Mitarbeitern der F & E sowie der Produktion koordiniere ich die Entwicklung, um die Markteinführung sicherzustellen. Ich erstelle den Marketing-Mix und koordiniere die Umsetzung von Aktionsplänen bei Kunden, um unsere Vertriebshändler und Wiederverkäufer zu unterstützen. Außerdem bin ich für die Anfertigung der Marketingtools und die Schulung von Vertriebsmitarbeitern zuständig. Letztendlich kann ich bei technischen Fragen Support leisten oder Einsätze bei unseren Kunden übernehmen.

Was gefällt Dir am besten bei dieser Technologie?

Mir gefallen viele Aspekte der additiven Fertigung. Zuerst einmal ist sie eine interessante Alternative zu den Spritzgussverfahren, bei denen die Gussformen oft in großen Mengen in China gefertigt werden. Ich war es gewohnt, mit solchen Herstellungsverfahren zu arbeiten und ich muss sagen, dass die 3D Technologie zu einem echten Umbruch geführt hat. Außerdem ermöglicht sie die Verwendung von zahlreichen Materialien, ob es nun Kunststoffe, Metalle oder Keramik sind. Es können sogar Recycling-Materialien eingesetzt werden, mit denen gleichzeitig die Abfallmengen optimiert werden können. Ich finde, dass die additive Fertigung immer innovativer wird, in Bezug auf kompatible Materialien und Kapazität der Maschinen. Diese Technologie ist schneller und flexibler. Es ist sehr spannend, in einem Bereich zu arbeiten, der sich ständig weiterentwickelt.

Wie siehst Du die Zukunft der additiven Fertigung?

Ich denke, dass sich die Produktion von Fertigteilen in kleinen und mittleren Serien dank der additiven Fertigung langsam durchsetzen wird; in einigen Jahren wird sie in vielen Industriebranchen die Regel sein oder sogar selbstverständlich werden.  Ich möchte auch die Verwendung von nachhaltigen Materialien erwähnen, ob es recycelte, wiederverwertbare oder biologisch abbaubare Abfälle sind. Die additive Fertigung kann wirklich zu einem grüneren Modell bei der Verwendung von Kunststoffen im Allgemeinen beitragen.  Seit langem haben diese ein schlechtes Image, da sie aus der Petrochemie stammen. Mithilfe des 3D Drucks können Industrieabfälle oder Abfälle aus anderen Produktionsverfahren wiederverwendet werden: Man kann sie zum Beispiel in Filamente umwandeln, um andere Teile zu produzieren.

Meiner Meinung nach folgt die additive Fertigung dem Trend, nur das zu produzieren (bzw. zu konsumieren), was wirklich gebraucht wird.

Portrait Misha