ARMOR 3D Team: Lucas Bellec

lucas bellec

Unser Team hat sich wieder vergrößert! Seit Ende März haben wir einen neuen Presales-Ingenieur, Lucas Bellec: Seine Aufgabe bei Kimya ist es, ein Bindeglied zwischen Verkauf, Produktion und unseren Kunden herzustellen. Traditionsgemäß gehört es sich, ein neues Teammitglied vorzustellen. Wir haben Lucas daher einige Fragen gestellt, um mehr über ihn und seine beruflichen Vorstellungen zu erfahren!

Kannst Du Dich kurz vorstellen und uns etwas zu Deiner beruflichen Laufbahn sagen?

Ich heiße Lucas Bellec und bin seit dem 30. März 2020 Presales-Ingenieur bei ARMOR. Ich habe meine neue Stelle demnach mitten im Lockdown angetreten. Meinen ersten Arbeitstag werde ich daher wohl nicht so schnell vergessen! Mein Studium zum Maschinenbau- und Werkstoffingenieur habe ich an der Université de Bretagne Sud in Lorient absolviert. Ich habe viele Jahre in der Automobilbranche gearbeitet, hauptsächlich mit dem Werkstoff „Gummi“. Ich war Design-Ingenieur, d. h. ich habe Berechnungen zur Widerstandsfähigkeit, der Beständigkeit usw. zu diesem Material vorgenommen. Ich habe auch kurze Zeit in der Baubranche gearbeitet.

Wie hast Du die additive Fertigung entdeckt?/span>

Den 3D-Druck habe ich 2015 zu Hause entdeckt. Ich habe zusammen mit einem Freund einen FDM 3D-Drucker gekauft und wir haben eine Reihe an Teilen gedruckt, um bestimmte Sachen auszuprobieren bzw. neue Teile zu kreieren. Ich bin ein begeisterter Motorradfahrer und habe daher viele Modelle im Bereich des Motorradsports gedruckt. FDM war und ist heute meiner Meinung nach immer noch die erschwinglichste Technologie – aus diesem Grund habe ich damals einen FMD Drucker gekauft. Ehrlich gesagt, bin ich schnell ein großer Fan dieser Technologie geworden!

Lucas hat die additive Fertigung mit einem eigenen FDM Drucker entdeckt

Welche wesentlichen Aufgaben hast Du bei ARMOR?

Als Presales-Ingenieur ist es meine Aufgabe, zusammen mit den Verkäufern die Kundenanfragen zu bearbeiten, diese zu sortieren und zu analysieren. Dann erstelle ich für die Produktion ein Lastenheft. Und anschließend bin ich für die Projektdurchführung und den Kundensupport verantwortlich. Außerdem ist es meine Aufgabe, Beziehungen mit den Drucker-Anbietern aufzubauen, um Drucker testen zu können. Ich bin ebenfalls damit beauftragt, unsere Händler zu betreuen, um die Qualität unserer Filamente und deren technischen Eigenschaften usw. sicherzustellen. 

Was gefällt dir am besten an dieser Technologie?

Mir gefällt am besten, dass man so viele verschiedene Sachen damit machen kann. Mit dem 3D-Druck kann man seine Ideen umsetzen und seine Kreativität ausleben, es gibt keine Grenzen. Man kann komplexe Strukturen entwickeln, mit Hohlräumen im Innern. Wenn es nicht sofort funktioniert, kann man es immer wieder neu versuchen. Es gibt zahlreiche Formate, die man mit herkömmlichen Verfahren, wie dem Spritzgießen einfach nicht herstellen kann, die additive Fertigung hat es möglich gemacht. Es gibt noch einen anderen Aspekt, der mir gefällt und zwar die Vielfalt der kompatiblen Materialien: Metall, Kunststoff, Holz, Marmor, Stein, Harz, Puder. Das ist wirklich toll! Als Werkstoffingenieur ist dies ein Faktor, der sehr wichtig für mich ist.

Mithilfe der additiven Fertigung können komplexe Strukturen hergestellt werden

Wie siehst Du die Zukunft der additiven Fertigung?

Ich glaube, dass die additive Fertigung eine vielversprechende Zukunft vor sich hat. Aktuell ist sie noch nicht genug in den Köpfen der Industrieunternehmen verankert. Diese setzen immer noch auch maschinelle Fertigung, Gusstechniken usw. Aber das wird sich noch ändern. Ich denke, dass es eben noch etwas Zeit braucht. Die Branche ist noch recht neu: Es fehlt noch an Normen, Vorschriften, Richtlinien. Bisher steckt die Branche noch in den Kinderschuhen.

Die additive Fertigung ist interessant für die Vorprojekt-Phase und das Prototyping. Mithilfe von 3D-Druckverfahren können viele Versuche und Tests durchgeführt bzw. Prototypen entwickelt werden. Serienfertigung ist nur für einfache Teile möglich, und nur für begrenzte Stückzahlen. Dies wird aber kein Hindernis für den zukünftigen Erfolg der additiven Fertigungsverfahren in unseren Produktionsstätten darstellen.